Wrathblade – God of the Deep Unleashed (Review)

Review veröffentlich am 31.01.2018 – 0 Kommentare
Cover Wrathblade God of the Deep Unleashed

Stil: Epischer Heavy Metal
Ähnliche Bands: Eternal Champion, Darkest Era, DoomSword

Veröffentlichungsdatum: 08.12.2017
Label: Eat Metal Records
Gesamtlänge: 38:03


Woher kommt eigentlich diese Unart, dass spätestens Anfang Dezember allerorts die Best-of Listen eines Jahres veröffentlicht werden? Unfair ist es in jedem Fall denjenigen Bands gegenüber, die noch im Dezember mit ihren Veröffentlichungen überzeugen könnten. So geschehen mit diesem Album, denn das hätte es definitiv verdient im ein oder anderen Jahresrückblick eine Chance zu erhalten.

Auch wenn es sich bei WRATHBLADE um Griechen handelt, so hätte ich die Band musikalisch erst mal spontan in Irland verortet. Zu sehr erinnern mich Intonation und Dialekt von Sänger Nick Varsamis über weite Strecken an Alan Averill von PRIMORDIAL. Auch die Epik in WRATHBLADEs Songs hat eher etwas Keltisches denn Hellenisches. Darüber hinaus erinnern die galoppierenden Gitarrenläufe stark an Bands wie DARKEST ERA.

Sind WRATHBLADE also griechische Wölfe in irischen Schafspelzen? Die Parallelen fallen zwar auf, sind aber selbstverständlich kein Kriterium für die Bewertung dieses Albums. Das sind vielmehr die exzellenten Songs!

Diese pendeln gekonnt zwischen epischen und beinahe schon Melodic Death Metal artigen Parts. Letztere manifestieren sich vor allem in den teils pfeilschnellen Gitarren, und auch der leidenschaftliche Gesang schafft den Spagat zwischen ausladender Epik und Aggressivität (wohlgemerkt ohne Growls). Das passt aber alles wunderbar zusammen. Die Songs laufen dadurch auch, trotz aller Epik, nicht Gefahr in doomige Gefilde abzudriften, wie es gerne mal bei anderen Bands des Genres der Fall ist.

Sowohl in ihren Texten als auch im Artwork bewegen sich WRATHBLADE übrigens durchaus in der griechischen Mythologie.

Es bleibt den Griechen also nur zu wünschen, dass es ihnen, trotz der weitestgehenden Aussparung in den Jahresrückblicken, gelingen wird einen höheren Bekanntheitsgrad zu erreichen. Verdient hätten sie es mit diesem Highlight des epischen Metals allemal! Und ich muss nach dem Genuss dieses Albums wohl meine musikalische Stilmittel-Weltkarte korrigieren …



Band Wrathblade
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