Warrior Path – Warrior Path (Review)

Review veröffentlich am 14.04.2019 – 0 Kommentare
Cover Warrior Path Warrior Path

Stil: Epischer Power Metal
Ähnliche Bands: Hammerfall, Gamma Ray, Iron Maiden

Veröffentlichungsdatum: 01.03.2019
Label: Symmetric Records
Gesamtlänge: 62:10


Ganze vier Jahreshighlightlisten musste ich Anfang des Jahres veröffentlichen, um 2018 halbwegs gerecht zu werden. Danach war bei mir die Luft für neue Musik erstmal raus und ich habe mich wochenlang durch lange nicht mehr gehörte Alben meiner Sammlung gewühlt. HAMMERFALL, STRATOVARIUS und BLIND GUARDIAN rotierten wochenlang in meinem Player und erfüllten mich mit Power Metal Nostalgie.

Warum erzähle ich euch das? Weil ich mich eigentlich schon längst damit abgefunden hatte, nie mehr die gleiche Begeisterung für dieses Genre zu verspüren, wie damals in den 90ern. Doch da habe ich mich zum Glück getäuscht! Denn WARRIOR PATH geben mir endlich wieder das vergessen geglaubte Gefühl, neuen Power Metal für mich entdecken zu wollen. Und das, obwohl die Griechen gar keinen lupenreinen Power Metal spielen und eigentlich nicht mal eine echte Band sind.

Über weite Strecken geht das über viele Jahre hinweg geschriebene Material aus der Feder von Gitarrist Andreas Sinanoglou nämlich durchaus auch als epischer Heavy Metal durch, der nicht selten an MANOWAR und sogar IRON MAIDEN erinnert. Doch der Einsatz von Keyboards, ausladende Soli und Leads, hohes Tempo, Fantasy-lastige Texte und fast schon als kitschig zu bezeichnende Balladen überwiegen, und somit lassen sich die eingängigen Songs des Studioprojekts noch viel besser dem europäischen Power Metal zuordnen.

Ein Blick auf das Studio-Lineup verrät darüber hinaus zwei eindeutige Power Metal Personalien. Zum einen konnte als Sänger Yannis Papadopoulos von BEAST IN BLACK gewonnen werden, der sich perfekt dem Songmaterial anpasst. Zum anderen hat man mit Bob Katsionis einen alten Power Metal Hasen in seinen Reihen, der schon in diversen Bands die Finger über Tasten und Saiten wandern ließ (u.a. REVOLUTION RENAISSANCE) und lässt (u.a. FIREWIND).

Dieses Album ist ganz eindeutig eine Herzensangelegenheit, und man kann seinem Schöpfer nur wünschen, dass sich aus dem Studioprojekt WARRIOR PATH tatsächlich eine echte Band mit stabilem Lineup und vielleicht sogar einer kleinen Tour entwickelt.

Wer mit Power Metal so gar nichts anfangen kann, der wird WARRIOR PATH höchstwahrscheinlich nichts abgewinnen können. Wer aber eine Band sucht, die verstanden hat, was das Genre ausmacht, ohne dessen Stilmittel zu überzogen einzusetzen, der ist bei den Griechen an der genau richtigen Adresse!



Band Warrior Path
Warrior Path auf Facebook, Bandcamp, Metal Archives


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