Die besten Heavy Metal Alben des Jahres 2018

Artikel veröffentlich am 10.02.2019 – 0 Kommentare
Best of the Beast 2018 Heavy Metal

Das Jahr 2018 war, nicht nur im Hinblick auf das wortgleiche Genre, episch! Es sah die Rückkehr verdienter Recken, das Wiedererstarken von Legenden und ein schier unüberschaubares Heer von hungrigen Newcomern. Um trotz der Fülle an erstklassigen Alben halbwegs den Überblick zu bewahren, werde ich zunächst drei thematische Listen veröffentlichen: Heavy Metal, Death Metal und Black Metal. Eine weitere Liste mit Demos & EPs wird später folgen. Ich würde mich freuen, wenn der ein oder andere hier noch etwas entdeckt, das er unterm Jahr übersehen hat.

Hier also zunächst meine zehn Heavy Metal Jahreshighlights 2018 in alphabetischer Reihenfolge:


Battleroar – Codex Epicus

Wer im Jahr 2018 Mark Shelton (R.I.P.) nicht nur als Gastmusiker, sondern sogar als Gastsänger vorzuweisen hat, erregt Aufmerksamkeit. Wenn man dann auch noch ein so überzeugendes, episches Album vorlegt wie die Griechen, ist der Platz in der Jahreshighlightliste gesichert. Erst recht mit einem so engagierten und fantastischen Sänger.

Cover Battleroar Codex Epicus


Black Viper – Hellions of Fire

Die Norweger vertonen hier ihre ganz eigene Version von traditionellem Speed Metal. Eigen insofern, als dass sie den scheinbaren Gegensatz aus Speed und Epik so gekonnt miteinander vereinen, dass es fast nicht auffällt. Und wenn, dann nur im allerpositivsten Sinne! Die größte Stärke der Band ist in jedem Fall das Schreiben wirklich griffiger Songs mit hohem Wiedererkennungsfaktor.

Cover Black Viper Hellions of Fire


Gatekeeper – East of Sun

Die Kanadier haben sich mit ihrem Debütalbum innerhalb kürzester Zeit einen Namen in der Epic Metal Szene gemacht. Trotz den für das Genre außergewöhnlichen Variationen in Tempo und Härtegrad, ist dies auch nicht sonderlich überraschend, hat man doch die Anhänger der Szene mit Anleihen bei Genre-Klassikern und einer gewissen Kauzigkeit schnell auf seiner Seite.

Cover Gatekeeper East of Sun


Ice Sword – Dragon Magic

Epischer Pagan Power Metal aus den USA, der mit voller Absicht nach unbedarftem Underground klingt und mit unzurechnungsfähigem Songwriting auftrumpft. Klingt abgedreht? Ist es! Klingt gewöhnungsbedürftig? Ist es! Und trotzdem ein Jahreshighlight? Absolut!

Cover Ice Sword Dragon Magic


Judas Priest – Firepower

Die wahrscheinlich größte Überraschung in 2018 stammt ausgerechnet von einer Band, die zwar prädestiniert für ein solches Überalbum ist, der das aber nach den eher durchschnittlichen letzten Jahren die wenigsten noch zugetraut hätten. Natürlich kann man „Firepower“ auch als zu reich an Selbstzitaten abtun, aber ist nicht genau ein solches Best-of Album das, was die Fans hören wollten? Dieser hier auf jeden Fall!

Cover Judas Priest Firepower

Auf YouTube in den Song „Lightning Strike“ von JUDAS PRIEST reinhören


Midnight Force – Dunsinane

Leicht könnte man dem Irrtum erliegen, beim Debütalbum der Schotten würde es sich um ein lang vergessenes Juwel oder gut gehütetes Geheimnis aus den Anfangstagen des Heavy Metal handeln. Doch gerade weil sowohl die Songs als auch die Produktion komplett aus der Zeit gefallen scheinen, weht hier ein mehr als frischer Wind aus den Boxen. MEINE NEWCOMER DES JAHRES!

Cover Midnight Force Dunsinane


Professor Black – Sunrise

Chris Black, einer der umtriebigsten und stilistisch am breitesten aufgestellten Musiker, den unsere Szene zu bieten hat, widmet sich auf diesem Album endlich wieder seiner epischen Seite. Nicht selten erinnern die Songs dabei an eine Mischung aus BATHORY, MOTÖRHEAD und langsamen RUNNING WILD, denn trotz aller Epik ist hier auch sehr viel Rock in das Songwriting mit eingeflossen.

Cover Professor Black Sunrise


Solstice – White Horse Hill

2018 war wortwörtlich episch. Einen großen Anteil daran hatte natürlich auch, dass die leicht melancholischen Engländer von SOLSTICE nach 20 Jahren endlich wieder ein vollwertiges Album veröffentlicht haben. Und was für eins! Ihre epischen Doom-Hymnen ballern die Herren mit einer langjährig gereiften Erhabenheit raus, die schon an Pathos grenzt. Wie wichtig diese Band für die Entwicklung des epischen Genres war, merkt man ihr auch heute noch in jeder Minute dieses Mammutwerkes an.

Cover Solstice White Horse Hill


Toledo Steel – No Quarter

Wer auf traditionellen Heavy Metal mit unpolierter, ruppiger Note steht, ist bei den Engländern genau richtig aufgehoben. Erfreulicherweise stand hier auch mal nicht nur die erste Garde der NWOBHM Pate, die Vorbilder sind eher in der zweiten Reihe zu suchen. Herausgekommen ist ein Album, das die Spitzenpositionen der Szene nicht umkrempeln wird, aber unheimlich viel Spaß macht. Und nur das zählt!

Cover Toledo Steel No Quarter


Visigoth – Conqueror’s Oath

Dieses Album vereint das Beste beider Definitionen des Power Metals. Der große Teich, der diese Genres zumindest geographisch trennt, wird ganz einfach mittels heißen Stahls verdampft. Nicht überraschend und hochverdientermaßen taucht dieses Album in mindestens jedem zweiten Jahresrückblick auf, den ich zum vergangenen Jahr gelesen habe. HEAVY METAL ALBUM DES JAHRES!

Cover Visigoth Conqueror´s Oath


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