Die besten Death Metal Alben des Jahres 2018

Artikel veröffentlich am 10.02.2019 – 0 Kommentare
Best of the Beast 2018 Death Metal

Zugegeben, auf meinem Blog hat Death Metal bisher eine sehr untergeordnete Rolle gespielt, obwohl dieses Genre in meiner täglichen Dosis Metal nicht wegzudenken ist. Daher war es mir ein wichtiges Anliegen, spätestens in meinen Jahreshighlights, das ein oder andere Death Metal Album unterzubringen. Dieses Vorhaben ist sehr schnell eskaliert und so musste eine eigene Liste her.

Hier also meine zehn Death Metal Jahreshighlights 2018 in alphabetischer Reihenfolge:


Carnation – Chapel of Abhorrence

Old School Schweden-Death aus Belgien. Ein Album ohne qualitative Ausfälle, gespielt von einer Band, die offensichtlich richtig Bock hat und von der man in Zukunft noch einiges hören dürfte.

Cover Carnation Chapel of Abhorrence


Cist – The Frozen Casket

Die Band aus Russland liefert hier ein Old School Brett ab, das nicht nach dem ersten schnellen Reinhören als DEATH-Klon abgestempelt werden sollte. Dem unverkennbaren Stil der Death Metal Erfinder (zu „Leprosy“-Zeiten) fügen sie ihre ganz eigenen düsteren Noten hinzu.

Cover Cist The Frozen Casket


Gravespell – Frostcrown

Melodic Death Metal aus den USA, der so angeschwärzt ist, dass ich lange Zeit nicht sicher war, in welche meiner Jahreshighlightlisten ich dieses Album packen soll. Da es mich aber extrem an die Zeit Ende der Neunziger erinnert, als Melodic Death Metal eine Zeitlang das Zentrum meiner musikalischen Welt war, gehört dieses nostalgische Meisterwerk eindeutig in diese Liste.

Cover Gravespell Frostcrown


Hated – Breathless Art

Und gleich nochmal DEATH-Worshipping aus Russland. Wo CIST der frühen Phase der Legende aus Florida nacheifern, haben es HATE eher die progressiven, technischen Spätwerke von Chuck Schuldiner angetan. Doch wo DEATH den Power Metal haben einfließen lassen, sind es hier eher thrashige Elemente und auch einige OPETH-Referenzen.

Cover Hated Breathless Art


Lik – Carnage

Boss HM-2 Fetischisten kommen beim zweiten Alben der Schweden (woher auch sonst?!) voll auf ihre Kosten. Wirbelnde Drums und Growls vom anderen Stern sind weitere Argumente, um hier eine unbedingte Empfehlung für all diejenigen auszusprechen, die DISMEMBER nachgetrauert haben (die gibt es ja jetzt wieder!) und auch die ein oder andere Platte von ENTOMBED ihr Eigen nennen.

Cover LIK Carnage


Nekrodeus – Moloch

Die Österreicher lassen mit diesem Album eine alles verschlingende Bestie von der Leine. Elemente aus Death, Black, Crust und Sludge finden hier zusammen, als wären sie schon immer füreinander bestimmt gewesen. Ständige Tempowechsel und ein Sound, dessen Dreh- und Angelpunkt Bass und Schlagzeug bilden, machen dieses Album ebenso schwer verdaulich, wie der kranke Gesang.

Cover Nekrodeus Moloch


Obliteration – Cenotaph Obscure

Finster und bösartig ist es geworden, das vierte Album der Norweger. Zugleich aber auch mysteriös und kosmisch. Der leicht technische Ansatz unterstreicht den Wahnsinn der Songs, ohne zum Selbstzweck zu verkommen. Das Album begeistert vom ersten Moment an und wächst mit jedem Durchgang, auch dank der hervorragenden Produktion.

Cover Obliteration Cenotaph Obscure


Outer Heaven – Realms of Eternal Decay

Groteske Schlagzeug-Grooves, verdrehte Riffs, geisteskranke Solos und modrige Growls aus der Gruft. Old School Herz, was willst du mehr?! Als Krönung gibt es noch ein großartiges Artwork oben drauf. Natürlich erfinden die US-Amerikaner den Death Metal damit nicht mal im Ansatz neu, doch genau so soll es auch sein, wenn dabei ein so durch und durch überzeugendes Album herauskommt.

Cover Outer Heaven Realms of Eternal Decay


Sulphur Aeon – The Scythe of Cosmic Chaos

Die deutschen Lovecraft-Botschafter haben auf Album Nummer drei endlich die perfekt zu ihnen passende Produktion gefunden. Das hochmelodische und extrem atmosphärische Material kommt jetzt viel besser zur Geltung, als auf dem zu matschigen Debüt und dem zu klaren Nachfolger. Die alles verschlingende Dunkelheit der Songs zieht den Hörer folglich noch tiefer in seinen kosmischen Bann. Die Band reißt erneut die Grenzen des Genres ein und wirkt dabei so natürlich und homogen, dass man es zunächst kaum wahrnimmt. Dieses Meisterwerk ist schwer in Worte zu fassen, ausgenommen durch folgende: DEATH METAL ALBUM DES JAHRES!

Cover Sulphur Aeon The Scythe of Cosmic Chaos


Tomb Mold – Manor of Infinite Forms

In der Plattensammlung der Kanadier dürfte sich mit ziemlicher Sicherheit der ein oder andere Vertreter aus den Bereichen Stoner und Doom finden lassen. Denn dieses Album ist voll von Groove-Monstern, tonnenschweren Riffs und zugedröhnten Leads, bei denen man, trotz einem morbiden OSDM-Gewand, den Rock in jeder Sekunde spürt.

Cover Tomb Mold Manor of Infinite Forms


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