Black Cyclone – Death is King (Review)

Review veröffentlich am 06.06.2018 – 0 Kommentare
Cover Black Cyclone Death is King

Stil: Thrash Metal auf Speed
Ähnliche Bands: die Vorreiter der frühen Thrash-Ära, Vulture, Seax

Veröffentlichungsdatum: 27.04.2018
Label: Gates Of Hell Records
Gesamtlänge: 35:39


Seit Anbeginn der Zeit beschäftigen die Menschheit elementare Fragen wie „Warum sind wir hier?“, „Was ist der Sinn des Lebens?“ und natürlich „Wo zur Hölle zieht man eigentlich die Linie zwischen Speed Metal und Thrash Metal?!“. Leider hilft auch das Debütalbum der Schweden BLACK CYCLONE nicht wirklich dabei weiter, Licht ins Genre-Zwielicht zu bringen. Ganz im Gegenteil …

So ist der Opener „Death is Crowned as King“ noch eine eindeutige Speed Metal Granate, doch „Hordes“ ist, im Vergleich dazu, dann schon eher dem Thrash-Lager zuzuordnen. Doch spätestens bei „Black Cyclone“ käme man ins Genre-Grübeln, würde man nicht gerade den Kopf so heftig im Hochgeschwindigkeitstakt schütteln, dass man keinen klaren Gedanken mehr fassen kann. Natürlich ist es unterm Strich auch nicht so wichtig, ob das nun Speed oder Thrash ist, was da gerade aus den Boxen ballert, solange es nur laut, schnell und melodisch ist. Und das ist hier eindeutig der Fall!

Doch warum eigentlich die Verwirrung? Weil „Death is King“ irgendwo in der Schnittmenge aus „Kill ´Em All“ (METALLICA), „Show No Mercy“ (SLAYER), „Heavy Metal Maniac“ (EXCITER) und „Skeptics Apocalypse“ (AGENT STEEL) angesiedelt ist, und auch diese Alben entziehen sich einer klaren Genre-Definition, waren sie doch ein entscheidender Teil des Thrash-Urknalls, gespielt von Speed Metal Enthusiasten. Wie auch bei diesen Klassikern, wird auf dem Album der Schweden ein hohes Tempo dargeboten, gepaart mit einer Mischung aus Härte und NWOBHM-Melodien.

Was BLACK CYCLONE den meisten Speed/Thrash Metal Bands voraushaben, ist ihr Sänger Linus Johansson, den man auch von TRIAL kennt. Seine klassische Heavy Metal Stimme hebt die Band aus der Masse an Newcomern im Speed/Thrash-Sektor hervor. Dass Johansson manchmal etwas unsauber und nicht punktgenau klingt, gelangt hier zum sympathischen Markenzeichen.

Das Songmaterial auf „Death is King“ stammt zum allergrößten Teil bereits aus den Demo-Tagen der Band, die als Black Metal Kommando startete, was man den Songs in ihrer Räudigkeit noch immer etwas anmerkt. Nicht nur, dass die Songs einem furiosen Galopp an der Seite der Reiter der Apokalypse gleichen, auch textlich bewegt man sich oft in dunklen Gefilden. So kann man beispielsweise den Titel des Songs „IÄH“ getrost um ein Lovecraft’sches „Cthulhu fhtagn“ ergänzen.

Leider ist der Spaß nach nur 35 Minuten dann auch schon wieder vorbei, aber dafür bleibt „Death is King“ am Ende ein Album, auf das der ausgelutschte Spruch „no fillers, just killers“ wie die geballte Faust aufs Auge passt.

Ob nun die musikalische Räudigkeit den Ausschlag dafür gibt, dass ich mich für die Genre-Einteilung von „Death is King“ letztendlich doch für Thrash statt Speed entscheide, obwohl dieses Album über weite Strecken sehr nach NWOBHM klingt und obwohl Johanssons cleaner Gesang eigentlich nicht thrashig genug ist? Oder liegt es daran, dass die Band ihren Stil selbst als Thrash Metal bezeichnet? Ich kann es nicht mit Gewissheit sagen. Gewiss ist jedoch, dass BLACK CYCLONEs Debüt, sowohl im Speed Metal als auch im Thrash Metal, zu den Jahreshighlights zu zählen ist!



Band Black Cyclone
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